Hab die Tage in meinen Unterlagen gestöbert und meine POS- bzw. Grundschulzeugnisse gefunden (also nicht, dass sie verloren gegangen wären). Na wenn man sie schon mal in Händen hält, liest man auch, was drinnen steht. Da stand nun, dass sich Manfred sehr bemüht. Man kennt es ja von den Arbeitszeugnissen heutzutage. Wenn sich einer bemüht, heißt dass, das er nichts kann bzw. ein Faulpelz ist. Nur zeigen die Noten dieser Zeugnisse, dass das damals (oh.. ich schreibe damals..) nicht so war. Auch steht im Zeugnis, dass man an den Leistungen sehen kann, dass ich mich bemüht habe.
Schade, dass Mühe heute so ein schlechter Begriff geworden ist. Sagt er eigentlich doch viel aus. Jemand, der sich müht, gibt nicht auf. Er setzt seine Energie in die Lösung einer Aufgabe. Beklagen nicht viele, dass sich Schüler und Studenten nur noch wenig konzentrieren können und von einer Aufgabe zur nächsten springen – jedoch keine recht erfüllen. Hin und her getrieben von dem, was im Moment motiviert. Nur sollte es nicht länger als 3.20 min dauern.
Mühe zeigt, wie sich jemand durchbeißt und dranbleibt. Wer nur nach dem Ergebnis fragt, den interessiert Mühe scheinbar nicht. Mühe ist jedoch die Voraussetzung für manchen Erfolg, auch wenn nicht jede mühevolle Arbeit von Erfolg gekrönt sein kann.
Wenn wir sagen: „Gib Dir Mühe“, zeigt das, dass Mühe etwas inneres ist. Ich kann mich bemühen, nicht aber dich. Was will ich als Chef mehr, als Mitarbeiter, die selbst dabei sind und sich von innen heraus anstrengen?
Schade, dass Mühe in unserer Gesellschaft nichts wert ist und nicht belohnt wird.
1.) Martin Luther hat die 

